Geschichte – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin
Programm
-
-
-
-
Meet-Up Eintritt frei
-
Tanz Ticket
-
Tanz, Performance Ticket
-
Tanz, Performance Ticket
-
Workshop
-
Diskurs Eintritt frei
-
-
Tanz, Performance Ticket
-
Tanz, Performance, Musik Ticket
-
Ort: tak village im Aufbau Haus am Moritzplatz
Lo Höckner: Beyond Overwhelm – Somatic tools for shifting from individual struggle to a collective one
Workshop Ticket -
Ort: tak village im Aufbau Haus am Moritzplatz
REVERSED DANCES: The Weight of the Smartphone – Dancing Between Capitalism and Intimacy
Workshop Ticket -
Tanz, Performance, Musik Ticket
-
-
Tanz, Performance Ticket
-
Tanz, Performance Ticket
-
Tanz, Performance Ticket
-
Gespräch Eintritt frei
-
-
-
Tanz, Performance Ticket
-
Tanz, Performance Ticket
-
Tanz, Performance Ticket
-
Tanz, Performance Ticket
-
Party Eintritt frei
Aktuell
-
Tanztage Berlin 2026
-
jee chan ratu jee chan jee chan: ratu
-
Dominique McDougal & Carro Sharkey Did4luv Dominique McDougal & Carro Sharkey Dominique McDougal & Carro Sharkey: Did4luv
-
Alvin Collantes Bibingka Alvin Collantes Alvin Collantes: Bibingka
-
ZTB E.V. Future Workshop feat. Freelance Dance Ensemble #6 Wert ZTB E.V. Future Workshop feat. Freelance Dance Ensemble ZTB E.V. Future Workshop feat. Freelance Dance Ensemble: #6 Wert
-
bottom up productions & Isabela Fernandes Santana O Que Resta do Fogo bottom up productions & Isabela Fernandes Santana bottom up productions & Isabela Fernandes Santana: O Que Resta do Fogo
-
PELUSIA Psycho-Buddha PELUSIA PELUSIA: Psycho-Buddha
-
Lo Höckner Beyond Overwhelm – Somatic tools for shifting from individual struggle to a collective one Lo Höckner Lo Höckner: Beyond Overwhelm – Somatic tools for shifting from individual struggle to a collective one
-
REVERSED DANCES The Weight of the Smartphone – Dancing Between Capitalism and Intimacy REVERSED DANCES REVERSED DANCES: The Weight of the Smartphone – Dancing Between Capitalism and Intimacy
-
Dominique Tegho the intimacy of collision Dominique Tegho Dominique Tegho: the intimacy of collision
-
Colleen Ndemeh Fitzgerald I want revenge, grandma Colleen Ndemeh Fitzgerald Colleen Ndemeh Fitzgerald: I want revenge, grandma
-
Eine Sache der Technik
-
Pamela Moraga Gig Pamela Moraga Pamela Moraga: Gig
-
Elena Francalanci Lento Violento Elena Francalanci Elena Francalanci: Lento Violento
-
Pooyesh Frozandeh Saving Flowers Pooyesh Frozandeh Pooyesh Frozandeh: Saving Flowers
-
10,957 dance days – tanztage 2026 closing party
Geschichte
Die Sophiensæle befinden sich im ehemaligen Handwerkervereinshaus, dessen Geschichte mit seinem Bau 1904/05 beginnt. Es steht in einer der ältesten Straßen der Spandauer Vorstadt: der über 300 Jahre alten Sophienstraße. Der bereits 1844 gegründete Berliner Handwerkerverein war eine spezielle Form des Arbeiterbildungsvereins: sein Zweck war die fachliche Weiterbildung von Handwerksgesellen, ihre Vorbereitung auf die Meisterprüfung, aber auch kulturelle und politische Weiterbildung. Und die Sophiensæle waren immer ein Ort des geselligen Zusammenseins und Feierns.
Der Gebäudekomplex besteht aus über 90 Räumen. Früher befanden sich hier unter anderem Schulungsräume, ein Restaurantmit Biergarten, eine Bibliothek und eine Kegelbahn. Der Festsaal wurde zusammen mit dem im Erdgeschoss gelegenen Restaurantunter dem Namen Sophien-Säle an einen unabhängigen Pächter vermietet und war bereits damals ein beliebter Theaterort.
In den 1910er und 1920er Jahren begann die Nutzung des Gebäudes als Versammlungsort der revolutionären Linken. Unter anderem sprachen hier Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Erich Mühsam und Clara Zetkin. Der Virchowsaal im Erdgeschoss wurde 1918 Ort der ersten öffentlichen Versammlung des Spartakusbundes. Die Säle waren außerdem in unmittelbarer Nachbarschaft zum Zentralkomitee der KPD gelegen, das bis 1925 seinen Sitz in der Rosenthaler Straße hatte. Von all den Räumlichkeiten, die die KPD in Berlin nutzte, sind allein die Sophiensæle erhalten.
Während der Zeit der NS-Diktatur arbeiteten Zwangsarbeiter*innen im Festsaal an der Herstellung von NS-Flugblättern. In der DDR wurden die Räumlichkeiten vom Maxim-Gorki-Theater als Werkstätten genutzt. Im Hochzeitssaal befand sich der Malsaal, im Großen Festsaal die Schreinerei.
Im Herbst 1996 werden die Sophiensæle von Sasha Waltz und Jochen Sandig gemeinsam mit Jo Fabian und Dirk Cieslak als freies Theater von Künstler*innen für Künstler*innen gegründet. Von 2000 bis 2007 übernahm Amelie Deuflhard die künstlerische Leitung des Hauses, gefolgt von Heike Albrecht (bis 2010) und Franziska Werner (von 2011 bis 2023). Zur Spielzeit 2023/24 übernahmen Jens Hillje und Andrea Niederbuchner die künstlerische Leitung der Sophiensæle.