bottom up productions & Isabela Fernandes Santana: O Que Resta do Fogo – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin

bottom up productions & Isabela Fernandes Santana:
O Que Resta do Fogo

Eine Person steht mit gespreizten Beinen erhöht auf zwei anderen Personen, die sich nach unten abstützen. Der Raum wirkt industriell und leer, das Licht ist warm und konzentriert auf die Körper.

O Que Resta do Fogo ist inspiriert von einem der ältesten Handwerke der Menschheit – der Holzkohleherstellung – und ihrer tiefen Verbindung von Körper und Natur. Köhler*innen leben ein Paradox: Sie sind Hüter*innen uralten Wissens und zugleich Akteur*innen der Zerstörung. Ganze Wälder wurden über Jahrhunderte hinweg gefällt, und doch kann das Feuer, das verzehrt, auch regenerieren. Das Wissen, das zerstört, birgt zugleich den Keim der Erneuerung.

Die Choreografie folgt der Kosmologie dieser Arbeit – einer, die weiß, bevor sie sieht – durch veränderte Luft, sich wandelnde Gerüche und die unsichtbare Ausbreitung von Hitze. Sie ist ein Versuch, die Erinnerung des Waldes zu verkörpern: das, was zuvor existierte, jeden gefällten Baum, jeden Verbrennungszyklus. Jede wiederholte Geste hinterlässt ihre Spur auf Haut und Muskeln, eingeschrieben in die Intimität des Wahrnehmens.

bottom up productions ist eine Struktur, gegründet von den Choreograf*innen und Tänzer*innen Julek Kreutzer und Felipe Fizkal. Sie hat das Ziel, die hierarchischen Strukturen der zeitgenössischen Tanzproduktion in Berlin zu dekonstruieren. Für ihre Premiere bei den Tanztagen Berlin 2026 laden sie die Choreografin Isabela Fernandes Santana ein, gemeinsam mit ihnen und der Tänzerin Mariagiulia Serantoni ein Stück zu entwickeln, das Verkörperung als eine Form von Wissen in den Mittelpunkt stellt.

Die Infos zur Barrierefreiheit sind in Arbeit und werden so bald wie möglich erweitert. Wenn bis dahin Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gerne an die Kommunikationsabteilung unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachten Sie, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern. Sollten Sie deshalb erst nach dem Erwerb Ihres Tickets erfahren, dass die Vorstellung für Sie nicht länger barrierefrei ist, können Sie uns bis 5 Werktage nach der Veranstaltung für eine Ticketrückgabe unter ticketing@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 45 kontaktieren (Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr).

Dauer

  • Ca. 60 Minuten ohne Pause

Sprache

  • Projektionen von Titeln in englischer Sprache.
  • Über Lautsprecher werden englischsprachige Texte in Lautsprache abgespielt. Das Verständnis der Inhalte ist nicht erforderlich.

Licht

  • Es gibt Momente kompletter Dunkelheit am Anfang der Show.

Sound

  • Es wird laut. Ohrstöpsel liegen bereit.

Sonstiges

  • Es wird Bühnennebel eingesetzt.

Early Boarding

Es wird ein Early Boarding geben. Der Treffpunkt befindet sich im Foyer neben der Bar.

Tickets

Weitere Informationen zur Barrierefreiheit am Haus finden Sie außerdem hier.

Choreografie: Isabela Fernandes Santana
Tanz, Produktion: Felipe Fizkal, Mariagiulia Serantoni, Julek Kreutzer
Musik: Michelangelo Contini
Lichtdesign: Eduardo Abdala
Erzählung: Maja Olenderek, Alexander Vega
Kostümberatung: Suelem Cristina
Dramaturgische Unterstützung: Polina Fenko
Kostümberatung: Suelem Cristina
Dank an: Lina Gómez, Marina Sarno

Eine Produktion von bottom up productions in Koproduktion mit Sophiensæle. Die 35. Tanztage Berlin sind eine Produktion der Sophiensæle. Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit freundlicher Unterstützung von Tanzfabrik Berlin e.V., Theaterhaus Berlin und HZT Berlin. Medienpartner: Berlin Art Link, Missy Magazine, Rausgegangen, Siegessäuletaz.

bottom up productions ist eine Struktur, gegründet von den Choreograf*innen und Tänzer*innen Julek Kreutzer und Felipe Fizkal. Die Struktur verfolgt das Ziel, die Dynamiken zeitgenössischer Tanzproduktion in Berlin zu de-hierarchisieren. Kreutzer und Fizkal entwickeln ihre künstlerischen Interessen in Bezug zur Praxis unabhängiger Choreograf*innen weiter und stellen ihre Körper als Produzent*innen, Vermittler*innen und Performer*innen zur Verfügung, um Reisen durch ihre kreativen Universen und Praxen zu ermöglichen, ohne dass die betreffenden Choreograf*innen Produktionsaufgaben übernehmen müssen. Auf Seiten der Struktur teilen Kreutzer und Fizkal nachhaltig Produktionstätigkeiten, was ihnen Zugang zu und Kontinuität in ihrer eigenen Tanzpraxis ermöglicht und zugleich Verbindungen zu Choreograf*innen schafft, mit denen sonst keine Zusammenarbeit möglich wäre. Dieser Ansatz eröffnet eine innovative Perspektive darauf, wie zeitgenössische Tanzproduktionen in Berlin entwickelt werden können.

Isabela Fernandes Santana ist Tänzerin, Choreografin und Lehrerin aus São Paulo, wohnhaft in Berlin und Paris. Sie nahm 2017 als Danceweb-Teilnehmerin am ImPulsTanz Festival teil und wurde für DANCE HUB Berlin im Rahmen des europäischen Projekts Life Long Burning ausgewählt. Ihr aktuelles Solo-Projekt wird von ICI–CCN de Montpellier – Occitanie koproduziert. Als Tänzerin arbeitete sie zuletzt mit Calixto Neto / VOA (FR), Michelle Moura (DE), Meg Stuart / Damaged Goods (DE/BE) und Volmir Cordeiro / Donna Volcan (FR) zusammen.

  • Mehrere Personen befinden sich in bodennahen Positionen auf einer dunkel beleuchteten Bühne. Eine Person liegt ausgestreckt, während eine andere sich darüber beugt. Warmes, gelbliches Licht erzeugt eine intensive, körperliche Atmosphäre.
    © Mayra Wallraff
  • Drei Personen interagieren dynamisch auf einer dunklen Bühne. Zwei Personen stehen sich mit weit geöffneten Armen gegenüber, während eine weitere Person im Hintergrund in Bewegung ist. Kühles Bühnenlicht hebt die Gesten hervor.
    © Mayra Wallraff
  • Zwei Personen befinden sich bodennah auf einer dunklen Bühne. Eine Person liegt auf dem Rücken, während eine andere darüber positioniert ist und das Gewicht verlagert. Die Körper bilden eine verschränkte, instabile Konstellation.+IsabellaFernandesSantana©MayraWallraff-29
    © Mayra Wallraff
  • Zwei Personen knien sich gegenüber auf dem Bühnenboden. Eine Person beugt sich mit gespannter Körpersprache nach vorn, während die andere mit erhobener Hand reagiert. Eine dritte Person steht unscharf im Hintergrund.+IsabellaFernandesSantana©MayraWallraff-49
    © Mayra Wallraff
  • Zwei Personen liegen ineinander verschränkt auf dem Boden. Eine Person hat die Beine angehoben, während die andere flach auf dem Rücken liegt. Die Szene wirkt körperlich dicht und kraftvoll.
    © Mayra Wallraff
  • Zwei Personen liegen auf dem Boden, während eine dritte Person sich darüber beugt und an der Kleidung einer der liegenden Personen zieht. Die Körper stehen in enger, spannungsvoller Beziehung zueinander.
    © Mayra Wallraff
  • Drei Personen bewegen sich eng verbunden über die Bühne. Zwei Personen stützen eine dritte Person seitlich, während sie gemeinsam nach vorne gehen. Die Körperhaltung vermittelt Unterstützung und kollektive Bewegung.
    © Mayra Wallraff
  • Drei Personen stehen dicht nebeneinander auf einer dunklen Bühne. Eine Person im grauen T-Shirt blickt angespannt zur Seite, eine Person in olivgrünem Oberteil schaut ruhig nach vorn, eine Person in Latzhose reagiert mit weit geöffnetem Mund. Gedämpftes Bühnenlicht betont die Gesichter.
    © Mayra Wallraff
  • Drei Personen bilden eine vertikale Körperkonstruktion auf einer Bühne. Eine Person steht erhöht, während zwei Personen darunter kniend und gestützt eine Basis bilden. Im Hintergrund ist projizierter Text an der Wand sichtbar.
    © Mayra Wallraff