Yotam Peled & the Free Radicals – Tanztage Berlin 2026

Programm

2026
Ausgabe 35

Aktuell

Yotam Peled & the Free Radicals

Yotam Peled wurde in Israel geboren und beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit bildender Kunst, Leichtathletik und Capoeira. Im Alter von 21 Jahren begann er zu tanzen und absolvierte später eine Ausbildung in zeitgenössischem Zirkus. 2015 zog er nach Berlin und arbeitet seitdem als freischaffender Performer mit verschiedenen europäischen Choreograf*innen zusammen, darunter Maura Morales, Yann L'Hereux, Troels Primdahl, Jill Crovisier und Mitia Fedotenko. Neben seiner Tätigkeit als Choreograf schuf er eigene Choreografien, mit denen er weltweit auf Festivals und an verschiedenen Orten auftrat. Als festangestellter Choreograf arbeitete er an: THINK BIG / TANZtheater Internationales Festival Hannover, TalentLAB#19 / Grand Theater Luxembourg unter der Mentorschaft von Hofesh Shechter, dem Choreografischen Zentrum Heidelberg, TanzLabor / ROXY Ulm, Skopje Dancer Theater, Tanzhaus Zürich, PimOff Mailand, Altofest Neapel und entwickelte Arbeiten für das Theater Strahl Berlin und in der Fabrik Potsdam als Teil des EXPLORE DANCE Projekts. Yotam war Gastlehrer und Mitarbeiter an der Fontys Academy of Arts, der Folkwang Universität der Künste, dem Dock11, dem Munstrum Theater, Cie. Hors Surface, Cooperativa Maura Morales, Overhead Project, PRISMA Festival, IWANSON München und zahlreichen Festivals und Tanzstudios in Europa und Asien.

Yotam Peled & the Free Radicals ist ein Ensemble, das im September 2018 im Anschluss an die Gründung von Entropia als Teil des Projekts THINK BIG an der Staatsoper Hannover gegründet wurde. Es agiert als projektbasierte Kompanie, die mit verschiedenen Freelancer*innen zusammenarbeitet und sich auf zeitgenössische interdisziplinäre Kreation konzentriert, die sich mit Themen wie Gender, Machtstrukturen und Gemeinschaftsritualen auseinandersetzt. Der Schwerpunkt des Ensembles liegt auf Arbeiten und Tourneen in Europa. Es arbeitet sowohl in konventionellen als auch in alternativen Räumen und führt häufig Workshops und ortsabhängige Projekte durch. Im Mittelpunkt unseres kreativen Prozesses und unserer Arbeit stehen der Körper und das Potenzial der Bewegung, soziale Codes zu verändern. Aspekte unserer Existenz, die oft als dunkel, unangemessen oder wild gelten, erhalten in den Performances Raum und Behandlung, sowohl als Raum für Heilung als auch für kritische Reflexion. Die Bewegungsforschung und -sprache des Ensembles ist von Yotams Biografie inspiriert, die ihren Ursprung im Zirkus und in der Kampfkunst hat – der Arbeit mit den Extremitäten des Körpers und dem Unmöglichen – sowie in der Rave-Kultur – einem Ritual der Wiederholung und emotionalen Intensität.